Peggy Peter

Ihre parteilose Bürgermeisterkandidatin für ein lebenswertes Panketal

Wahl 2018

Frage von Herrn Wahl in Sachen Ordnung und Sicherheit

Von: Oliver Wahl
Gesendet: Mittwoch, 6. Juni 2018 13:08
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Betreff: Sicherheit und Ordnung

Hallo Frau Peter,

bei den bislang von den Bürgermeisterkandidaten vorgestellten Themenschwerpunkten fehlt fast überall eine Aussage zur Sicherstellung von Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde Panketal. In den letzten Jahren gab es nicht unerhebliche Vandalismusschäden z.B. in Zepernick, wo die öffentliche Toilette im Bahnhof demoliert, die Fenster der Polizeiwache (!) beschädigt, Straßenlaternen vor dem Rathaus mit Farbe besprüht (und noch immer nicht gesäubert), Elektroverteilerkästen umgetreten und Haltestellen zerstört wurden. Über die Verfolgung, geschweige denn Aufklärung der Taten wird leider nichts publiziert, aber nach meinen Recherchen konnten die Täter in keinem Fall ermittelt werden. Das liegt auch daran, dass Ordnungsamt und Polizei im Ortsbild so gut wie nicht vorkommen; keine Streifengänge, keine Ermahnungen, kurzum: keinerlei Präsenz und somit nichts, was zur Verbesserung von Sicherheit und Ordnung beitragen könnte.

Verfolgt man z.B. das Verkehrsgeschehen vor dem Bahnhof Zepernick zu den Zeiten von Schul- und Arbeitsbeginn, so gibt es regelmäßig eine große Anzahl von Ordnungswidrigkeiten, die man aber offenbar einfach in Kauf nimmt bzw. die genauso regelmäßig von der Polizei ignoriert werden. Hinweise auf falsches Verhalten, auch von Kindern auf dem Weg zur Schule: Fehlanzeige. In einem enger werdenden Lebensraum ist die Einhaltung von Recht und Gesetz für ein auskömmliches Miteinander nicht zu unterschätzen. Leider werden in diesem Bereich gefühlt keinerlei Anstrengungen unternommen, um Fehlverhalten auch mal zu ahnden. Nun ist die Einsatzstärke der Polizei nicht von der Gemeinde abhängig, aber gerade die Gemeindevertretung sollte hier das Bürgerrecht auf Sicherheit und Ordnung einfordern.

Laut Kriminalstatistik für Panketal gab es 2015 in Panketal 143 angezeigte Fahrraddiebstähle, davon 137 Fälle in Zepernick und nur 3 in Schwanebeck. Die Verteilung zeigt dabei, dass es sich hier um ein Phänomen in S-Bahnnähe handelt.

Die Aufklärungsquote betrug dabei 2015 ganze 2,1%, war also quasi nicht wahrnehmbar. Die intensive Nutzung der Fahrradabstelleinheiten am S-Bhf. Zepernick ist somit eine Einladung nicht nur an Fahrraddiebe, sondern hier werden auch regelmäßig Fahrräder mutwillig beschädigt oder demontiert, wie ich bereits auch aus eigener Erfahrung berichten kann. Mit Zunahme der E-Bikes dürfte sich der daraus entstehende Schaden noch erhöhen.

Die Akzeptanz der Abstellfläche und somit die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel hängt daher auch stark von der Sicherheit am Standort ab, die, anders als z.B. im Fahrradparkhaus Bernau, momentan leider nicht überwacht wird.

Der Einstieg in eine Videoüberwachung als mein Vorschlag für das Panketaler Bürgerbudget im Hinblick auf Abschreckung von Dieben als auch der Erhöhung der Aufklärungsquote, wurde mit dem Argument abgelehnt, dass einschließlich der Folgekosten die Budgetgrenze von 20000 € pro Vorschlag überschritten würde. Der Wert der gestohlenen Fahrräder ist hier ungefähr genauso hoch, nur bleibt hier jeder Bürger auf seinem eigenen Schaden sitzen.

Nach meiner Auffassung ist es höchste Zeit, hier gegenzusteuern, schon um das Thema Sicherheit und öffentliche Ordnung bei den nächsten Kommunalwahlen nicht der AfD überlassen zu müssen. Mich interessiert Ihre Haltung zu diesem Thema und ich würde mich über eine Rückmeldung von ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wahl


Am 06.06.18, 18:07, Peggy Peter

Sehr geehrter Herr Wahl,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich finde die Frage nach einer Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist nicht einfach zu beantworten. Ich selbst habe mit den Kameras kein Problem, fühle mich aber nur auf U-Bahnhöfen dadurch sicherer.

Viele Menschen haben aber ein Problem mit der zunehmenden Überwachung, insbesondere die, die sich bewusst bei Facebook und Co. ausklinken.

Daher sollte vor einer Entscheidung für Kameras am Bahnhof zumindest eine Umfrage unter den regelmäßigen Nutzern des Fahrradstandes und des Bahnhofes stattfinden.

Im Bahnhof finde ich es etwas weniger problematisch, weil der Bereich klar abgegrenzt werden kann. Wenn man den Bereich in dem sich die Toilette und das Bistro befindet mit einer Kamera ausstatten würde, würde das sicher insbesondere zum Sicherheitsgefühl der Bistrobetreiber beitragen.

Fahrgäste könnten sich aktiv dagegen entscheiden von der Kamera erfasst zu werden, indem sie den anderen Eingang benutzen.

Bei den Fahrradständern ist es  schwieriger.

Wenn ich mir die Zahl der gestohlen gemeldeten Fahrräder ansehe und dagegen die geschätzte Zahl der abgestellten Räder setze, bin ich nicht sicher, ob sich eine Überwachung aller Benutzer durchsetzen lässt.

Es gab mit Stand 2010 (aktuellere Zahlen konnte ich nicht recherchieren, sie werden aber eher noch höher sein) in Zepernick und Röntgental 734 Radparkplätze (Quelle: Strukturentwicklungsplan des Landkreises Barnim) daher kann man sicher von einer Auslastung von mehr als 100.000 Rädern pro Jahr ausgehen. Auch wenn jedes gestohlene und beschädigte Rad (mir ist beides in Zepernick schon passiert) für den Betroffenen höchst ärgerlich ist, muss man sich die Relationen ansehen.

Sollte sich eine Mehrheit der Nutzer für Kameras entscheiden, werde ich mich nicht dagegen verschließen, ich werde mich aber nicht proaktiv dafür einsetzen.

Anders sieht es mit der Präsenz von Polizei und Ordnungsamt aus. Ich kann von außen nicht beurteilen wie gut oder schlecht gearbeitet wird, dazu muss ich Hintergründe und Zahlen kennen. Ich möchte mich aber dafür einsetzen  das Kontrollen, insbesondere an den Schulen, möglichst häufig durchgeführt werden. Die Streifen an den Bahnhöfen sollten vor allem in den Nacht und Morgenstunden verstärkt werden.

Das Problem in unserer Gesellschaft ist das allgemeine Wegsehen, selbst wenn man Zeuge einer Beschädigung wird, scheut man sich einzugreifen. Ich nehme mich da nicht aus, ich habe erlebt, dass ich mit einem Anruf bei der Polizei wegen eines aggressiven Fahrgastes  den Zugstillstand in Pankow ausgelöst habe. Damit habe ich Hunderten den Feierabend verdorben, lange habe ich überlegt, ob ich richtig gehandelt habe. Aber wahrscheinlich ist Courage der einzige Weg, wir müssen wieder mehr aufeinander schauen und der Polizei auch die Gelegenheit geben Straftaten oder auch Ordnungswidrigkeiten zu ahnden.

Vielleicht sind in dieser Hinsicht Kameras sogar kontraproduktiv, weil sie uns allen eine gute Entschuldigung geben, nicht einzugreifen – das ist nur so ein Gedanke.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten, und Sie können meine Gedankengänge nachvollziehen – wenn nicht gerne nachhaken.

Ich bin immer offen für Argumente die gegen meine Sicht auf die Dinge sprechen, wäge ab und bin auch bereit Ansichten, die sich als falsch herausstellen zu revidieren. Pauschalisierungen liegen mir nicht, die meisten Dinge sind es wert in Einzelfällen betrachtet zu werden.

Ich würde gerne Ihre Frage und meine Antwort ohne Nennung ihres Namens auf meiner Hompage verlinken.

Bitte teilen Sie mir mit, ob das in Ihrem Sinne ist.

Mit freundlichen Grüßen

Peggy Peter

Bürgermeisterwahl Panketal 10.06.2018
www.peggy-peter-panketal.de


Von: Oliver Wahl
Gesendet: Mittwoch, 6. Juni 2018 19:31
An: Peggy Peter
Betreff: Aw: AW: Sicherheit und Ordnung

Hallo Frau Peter,

vielen Dank für die prompte Antwort. Sie können unseren Dialog gerne auf ihrer Homepage verlinken.

Grüße
Oliver Wahl

Sie möchten mich treffen?

Folgende Gelegenheiten bestehen in den nächsten Tagen:

26. 5. 11 - 14 Uhr vor dem EDEKA-Markt in Zepernick, Bernauer Straße 44-53
28. 5. 14:30 - 17:00 Uhr am S-Bahnhof Zepernick, Ausgang Rathaus
30. 5. 15 - 17 Uhr am S-Bahnhof Röntgental, am Parkplatz
31. 5. 19 Uhr Kadidatengespräch in Leo´s , Restauration, Schönower Straße 50
 5. 6. 19 Uhr Kandidatengespräch, Mensa der Grundschule Zepernick

Ich bin gespannt auf Ihre Fragen und Ihre Erwartungen an den neuen Bürgermeister von Panketal.

Sonnabend, 12. Mai ab 14 Uhr am REWE-Markt in der Neuen Kärntner Straße

Liebe Panketaler!

Am Sonnabend dem 12. Mai werde in der Zeit von 14 bis 17 Uhr mit einem kleinen Stand am REWE-Markt in der Neuen Kärntner Straße sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auf ein Gespräch vorbei schauen. Ein Gespräch zwischen dem Kandidaten und dem Wähler ist besser als hunderte Plakate mit dem Konterfei eines Kandidaten. Immerhin bin ich die einzige unabhängige Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters. Vielleicht sind Sie neugierig, woher ich den Mut nehme, mich in das Getümmel dieses Wahlkampfes zu stürzen. Ich will es Ihnen gern erklären. Vielleicht sprechen Sie auf Augenhöhe mit dem künftigen Bürgermeister von Panketal? Lassen Sie diese Gelegenheit nicht aus und verbinden Sie das Nützliche eines Einkaufs mit der Prüfung eines Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Panketal.

Peggy Peter